Erstellt:16.09.2004
Update: 23.09.2004
 
 
  • Top 1  - Begrüßung
  • Top 2  - Genehmigung der Tagesordnung und Beschlussfassung über nachträgliche Anträge
  • Top 3  - Genehmigung des Protokolls der Mitgliederversammlung vom 12. Nov. 2003
  • Top 4  - Rechenschaftsbericht des Vorstandes mit Aussprache
  • Top 5  - Rechenschaftsbericht der Kassenführung mit Aussprache
  • Top 6  - Bericht der Kassenprüfer
  • Top 7  - Entlastung des Vorstandes
  • Top 8  - Bericht der Arbeitsgruppen Heilkräuter, Naturkunde, Landschaftspflege, Grünlandschutz, Kindergruppe
  • Top 9  - Bericht der Delegierten von der Landesdelegiertenversammlung 2004
  • Top 10 - Änderungsantrag (Leitantrag) Meier/Kohlus für die Satzung mit Abstimmung (siehe Anlage)
  • Top 11 - Ergänzungsantrag Meier und Gegenantrag Kohlus/Meyer-Kohlus für die Satzung mit Abstimmung
  • Top 12 - Wahl des Vorstandes
  • Top 13 - Wahl der Kassenprüfer
  • Top 14 - Wahl der Deligierten für die Landesdelegiertenversammlung
  • Top 15 - Verschiedenes
  •  





    Jahresbericht des Vorstandes




    Ende des letzten Jahres gründeten wir Arbeitsgruppen in denen der größte Teil  unserer Aktivitäten als NABU-Gruppe steckt. Die Arbeitsgruppen sind nicht in  sich geschlossen, so beteiligen sich viele von uns immer wieder mit an deren Arbeit. Über ihre Aktivtäten berichten die Arbeitsgruppen selbst. Die Diskussion um die Ausweisung von Teilen von Eiderstedt als Vogelschutzgebiet nach der EG-Vogelschutzrichtlinie-Richtlinie von 1979 hat viele von uns - besonders diejenigen, die bei  der AG Grünlandschutz engagiert sind - ganz anders als wir geplant hatten beschäftigt. Fachlich kompetent an den Diskussionen teilzunehmen war sehr arbeitsintensiv und selten angenehm.

    Die neu gegründete Initiative mit dem Ziel, sich um die Wahrnehmung von "Heilpflanzen - aus dem Katinger Watt" zu bemühen, ist dabei Informationen zusammen zu stellen und hat sie bereits zu einigen Arten im Internet publiziert.

    Die AG Naturkunde ist nur ein neuer Name für einige bereits seit längerem laufende Aktivitäten. Ihre Arbeit ist vorwiegend das Sammeln und Zusammenstellen von Beobachtungen. Bei Botanikführungen, 3 über das Jahr und weitere 3 bei den NaturErlebnisTagen, können Interessenten und Gäste die Arbeit und Ergebnisse kennenlernen. Mehr als doppelt soviel Teilnehmer wie in den Vorjahren, erstmals summarisch über 120, mochten an diesen Fachführungen teilnehmen. Nicht wenige davon erneut, nachdem sie an vergangenen Führungen Interesse fanden.

    Die kleine AG NABU-Kindergruppe unterstützt die Arbeit des Kooperationsprojektes "Forscherteam" des  Naturzentrums. Mehr als 40 Kinder aus der Region nehmen daran mit Spaß und Begeisterung teil. Wo die Berichterstattung der regionalen Medien über den NABU recht rauh wurde, konnte mit diesem Projekt der Umweltbildung noch viel Zustimmung und Sympathie eingeworben werden.

    Zum Jahresbericht gehört ein Blick auf die Entwicklung der Mitgliederzahlen:
    Stand am 14.07.2003 waren 120 Mitglieder, Stand am 19.07.2004 waren 106 Mitglieder. In 27 Abgängen sind 21 Austritte enthalten; 5 Mitglieder durch Wegzug sowie ein Todesfall. Von 13 Neuzugängen gehen 11 auf den  Eintritt und 2 auf Zuzug zurück.

    In den Mittelpunkt meines Vorstandsberichtes möchte ich aber die Aktivitäten stellen mit denen wir das Naturzentrum Lina- Hähnle-Haus, die NaturErlebnisTage und Pflegemaßnahmen in den Gebieten unterstützten. Mein
    Bericht schließt dabei die Arbeit der Arbeitsgruppe Landschaftspflege ein und vermittelt etwas von der Atmosphäre unserer Gruppentreffen und unserem Spaß dabei aktiv "unser" Naturzentrum zu unterstützen.

    Zwingt uns nicht gerade eine Diskussion um das Vogelschutzgebiet Eiderstedt andere Aktivitäten auf, ist die Umsetzung der NaturErlebnisTage die größte Herausforderung im Jahr. Die harsche Diskussion und grobe Auseinandersetzung um das Vogelschutzgebiet Eiderstedt machte uns wegen Gerüchten um Gülleausschüttungen und Brandstiftung Sorge. Am Ende gab es nur auf den Deich gemalte Sprüche. Offensichtlich gab es Klügere als ein paar Hitzköpfe, die erkannten, dass aggressivere Aktionen ihrem "nein" gegenüber dem EG-Vogelschutzgebietes nur Ablehnung gebrachte hätte. Warum gerade der NABU, wie mittels Spruch vermittelt, Schuld an Landwirtschaftsproblemen durch eine rechtlich verbindliche Zusage für das Vogelschutzgebiet durch eine CDU-Bundesregierung sein soll, wurden wir gefragt. Es war eigenartig, oft grob beschimpft, in der Diskussion auch eine Lanze für die Ängste vieler unserer benachbarten Eiderstedter Landwirte zu brechen.


    Bewirtungsstand NABU-Eiderstedt
    Die NaturErlebnisTage sollen den Menschen hier und Gästen die Besonderheit und Seltenheit Eiderstedts vermitteln. Unterstützt wird der NABU dabei von der Optikindustrie, insbesondere von Leica. Die neueste Technik für naturkundliche Beobachtungen kann bei den Ausstellern ausprobiert werden. Führungen, Information vieler Naturschutzverbände und anderer sollen ein Programm bieten, das allen Freude macht. Der NABU Eiderstedt steht für das Verpflegungsangebot mittels selbst gebackenem Kuchen, Käse und Wurst – bzw. Schinkenbrötchen und Unmengen an Kaffee.


    Aus unseren Gruppen-Mitteln konnten wir für das Info-Zentrum Lina- Hähnle Haus im Katinger Watt zwei weitere Tisch-Sitzbänke bauen lassen. Vor den Naturerlebnistagen führten wir die jährliche Müllsammelaktion im März durch. Beim Müll sammeln und den Pflegearbeiten leistet die AG Landschaftspflege unschätzbare Dienste. Ein weiterer großer Unterstützer für das Zentrum ist Georg Krüger, der kleinere Transporte übernimmt und seine umfangreichen Gerätschaften für Pflegearbeiten zur Verfügung stellt. Bei den Pflegearbeiten beteiligen sich als große Helfer Herbert Horn, Dirk Berking und Helmut Hachmann, die sich natürlich auch über weitere Mitarbeiter freuen würden.

    Weiter sind wir bei diversen Bewirtungen im Einsatz: Vogelstimmen-Frühstück, Abendbrot vor einer Nachtwanderung, Besuch des NABU-Bundespräsidenten Olaf Tschimpke. Der Landesverband verlegt zunehmend öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen in das „Lina-Hähnle Haus“, z.B. die Vertragsüberreichung durch das Umweltministerium an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des freiwilligen ökologischen Jahres (FÖJ). Als Renner für die Verpflegung hat sich eine Kartoffelsuppe erwiesen. Hier ist das Rezept:

    500 g Kartoffeln
    2 große Möhren (mitkochen),
    2 weitere Möhren, roh
    1 Sellerieknolle mit etwas Kraut
    100 g Gerstengrütze
    1 ¼ l Wasser
    ¼ l süße Sahne
    100 g Butter
    Salz
    Alles aufkochen, pürieren, die Sahne unterrühren und zwei rohe Möhren darüber reiben. Wenn man will, kann man Krabben dazugeben oder geriebenen Käse oder geröstete Weißbrotwürfel. Wir stellen meistens kleine Partybrötchen dazu.

    Die Zutaten zu allen Verpflegungen werden in Tönning und Umgebung gekauft. Im Vordergrund steht Qualität, was von den Gästen bemerkt und gewürdigt wird. Die Zusammenarbeit mit unserem Kaufmann am Markt in Tönning hat sich als vorteilhaft für den NABU erwiesen, besonders bei den Naturerlebnistagen, er ist dann jederzeit zur Nachlieferung bereit. Natürlich versuchen wir auch Produkte aus ökologischem Anbau, unter anderem mit dem für Natur und Menschen wichtigem Verzicht auf den Einsatz giftiger Spritzmittel zu nutzen. Dieses Jahr war ein Direktangebot solcher Produkte nur teilweise möglich, wir wollen es aber ausbauen.

    Trotz Kontroverse um den Schutzstatus von Flächen in Eiderstedt, gibt es viele uns wohlgesonnene Eiderstedter. Andere, die z. Zt. im Naturschutz die Ursache ihrer wirtschafltichen Probleme sehen, werden verstehen lernen, dass wir uns für die Natur und für Eiderstedt einsetzen und dass unsere Ideen ein Teil ihrer Chancen sind hier wirtschaftlich zu bestehen. Wir sind für ein Europa der Regionen, jede einzig und ihre Chancen nutzend. Nicht der Naturschutz, sondern der globalisierte Wettlauf um die billigste Produktion ist der Tod der hier wirtschaftenden Landwirte und der Arten, die von den von ihnen genutzten Wiesen Eiderstedts  leben.

    Trotz allem, wir machen voller Optimismus und oft mit Spaß an der Sache weiter. Vielleicht haben Sie Lust zum Mitmachen bekommen ?

    Eure Ilse Bock


    Bericht der Arbeitsgruppe Heilkräuter



    Beteiligt: Susanne Lilian Huck, Heike Weigt, Maren Meyer-Kohlus, Jörn Kohlus
    Ziel: Auf Dauer soll für alle als Heilpflanzen nutzbaren Arten, die im Katinger Watt vorkommen, eine Beschreibung zum Suchen, Finden und Gebrauch entwickelt werden. Die Ergebnisse werden im Bereich des Virtuellen Katinger Wattes dargestellt. Diese Arbeit dient auch der Einarbeitung der Mitglieder der Arbeitsgruppe.
    Auf Dauer wollen wir daraus eine spezielle botanische Führung entwickeln und ein kleines Begleitheft erstellen.
    Stand: Im Frühsommer 2004 hatten wir eine erste Übersicht der als Heilpflanzen nutzbaren Arten im Katinger Watt zusammengestellt. Die Arbeit ging langsamer voran als wir gedacht hatten. Inzwischen haben wir Texte für 14 Arten fertig gestellt. Von vielen Arten machten wir Fotos, die für die Bebilderung der Beiträge genutzt werden können.


    Übersicht und Links zu den bisher beschriebenen Pflanzen:
    Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
    Große Brennessel (Urtica dioica)
    Vogelmiere (Stellaria media)
    Schlehe, Schwarzdorn (Prunus spinosa)
    Wundklee (Anthyllis vulneraria)
    Kriechender Günsel (Ajuga reptans)
    Gundermann (Glechoma hederacea)
    Kleine Brunelle (Prunella vulgaris)
    Huflattich (Tussilago farfara)
    Gänseblümchen (Bellis perennis)
    Löwenzahngruppe (Taraxacum officinale)
    Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense)
    Rotbuche (Fagus silvatica)
    Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)





    Foto rechts: Wundklee
    Anthyllis vulneraria


    Bericht der Arbeitsgruppe Naturkunde



    Beteiligt: Sabine Gettner, Maren Meyer-Kohlus, Jörn Kohlus
    Ziele: Die Arbeitsgruppe beteiligt sich an der Erhebung des Artenbestandes und der Beschreibung ihrer Entwicklung. Die Aktivitäten verlaufen ohne regelmäßige Treffen der Beteiligten in lockerer Verabredung.



    Bau der Fledermauskästen
    Botanik: Einige kleinere Kartierungen von Pflanzen wurden 2003 auf Flächen durchgeführt, die seit 2002 beweidet werden. Im Sommer 2005 sollen Vergleichsaufnahmen auf den Probeflächen vorgenommen werden.
    Eine illustrierte Flora des Katinger Watts entsteht Schritt für Schritt im Bereich des Virtuellen Katinger Wattes.  Rund 210 Artennachweise liegen vor, zu etwa 30% der Arten Fotos und einschließlich der Heilpflanzen Erläuterungen zu etwa 20 Arten.
    Drei Botanikführungen wurden von Jörn regulär im Programm des Lina- Hähnle Hauses angeboten, zwei weitere im Rahmen der NaturErlebnisTage 2004.


    Fledermäuse: Dirk Berking vermittelte und demonstrierte mit Hilfe von Maren auf den NaturErlebnisTagen den Bau von Kästen als Unterschlupf.
    Schnecken: Jörn wird im Herbst mit den ersten Bestimmungen von Schneckenarten fortfahren.


    Bericht der Arbeitsgruppe Landschaftspflege und Schutzgebietsbetreuung



    Beteiligt: Jörg Meier, Georg Krüger, Helmut Hachmann, Herbert Horn, Dirk Berking
    Ziel: Praktische Maßnahmen zur Landschaftspflege und der Wartung von Einrichtungen im Betreuungsgebiet stehen im Vordergrund.

    Aus der Arbeit: Zweimal wöchentlich wird der Zustand des Beobachtungsturmes geprüft. Müll wird entfernt, kleine Reparaturen an den Nistkästen, den Sichtschutzklappen und des Elektrozaunes wurden durchgeführt.

    Täglich wird ein Kontrollbesuch des NSG Grünen Insel, unregelmäßig des NSG Oldensworter Vorland und NSG Dithmarscher Eidervorland durch Jörg durchgeführt.


    Weidenschnitt wurde im Februar und März am Beobachtungsturm, ab August am Stichweg zum Leitdamm und im September an der Straße gegenüber dem Waldsee im NSG durchgeführt.
    Die AG wirkte bei der Kartierung von Verkehrsopfern der Tierwelt auf der K41 durch das Katinger Watt mit.

    Im Februar wurde wieder der Müll im Gebiet entfernt.

    Georg mähte mehrfach das Gras um die Beobachtungshütten.

    Dirk betreut und pflegt Nistkästen für den Steinkauz und hängte mit Schülern der Friedrich-Hebbel-Schule Nistkästen im Wald des NSG auf.

    Ende September bauten wir zusammen einen Durchstich an den Sichtschutzwällen zu den Beobachtungshütten. Dort soll eine Sichtschutzwand mit Lucken für die Beobachtung im NI-Areal entstehen.
    Bau des Wall-Durchstichs
    Durchstich des Sichtschutzwalls.


    Pflegeeinsätze in den Naturschutzgebieten der Eidermündung
    Holger Bruns

    Der Erhalt der Feuchtgrünländer in einem touristisch intensiv genutzten Gebiet wie dem Katinger Watt erforderte in den letzten Jahren regelmäßige Arbeitseinsätze der NABU-Ortsgruppe, um den Istzustand in den Gebieten zu halten bzw. die Lebensräume weiter in Richtung eines großräumigen, flusstypischen Feuchtgrünlandes zu entwickeln. Wir haben in den letzten Jahren schon viel geschafft! Während das Naturzentrum auf den großen Flächen der Schutzgebiete eine Weiterentwicklung hautpsächlich durch die landwirtschaftliche Nutzung bzw. den Einsatz großer Maschinen in Zusammenarbeit mit den Behörden sucht, haben sich die begleitenden Arbeitseinsätze auf Ebene der Ortsgruppe in den letzten Jahren als sehr hilfreich und effektiv erwiesen. Ziel muss es sein, durch eine naturschonende Nutzung des Grünlandes so viel Arbeiten wie möglich für die Zivildienstleistenden und FÖJ´s des Naturzentrums und der Ortsgruppe einzusparen. Dennoch sind regelmäßige Pflegearbeiten unvermeidlich. Dies gilt auch gerade für den Erhalt der Infrastrukturen, die ein Naturerleben ermöglichen sollen.

    Im letzten Winter lag ein Schwerpunkt der Arbeiten im Entbuschen der Wege zu den Beobachtungshütten und zum Aussichtsturm sowie im Freischneiden der Flugschneise für Wasservögel zwischen dem Nullgebiet und dem Waldsee an der Kreisstraße 41. Zudem musste der Stichweg von der Kreisstraße zum Leitdamm auf der Seite des Schutzgebietes entbuscht werden, und schließlich wurde der Erlenaufwuchs an Hauptlaichgewässern der Amphibien im Bereich Grüne Insel/Nullgebiet-Nord entfernt (in diesem Jahr gab es hier viel Nachwuchs bei den Moorfröschen). Viele der Maßnahmen wurden in kleinen Arbeitseinsätzen durchgeführt. Da das Naturzentrum einen benzinbetriebenen Schredder anschaffte, konnte ein Großteil des Busches vor Ort zerkleinert werden. So wurde eine Lagerung und der Abtransport des Busches überflüssig. Vor allem frostigkalte Tage im Januar und Februar wurden für diese Arbeiten genutzt. Zukünftig werden diese Arbeiten durch einen neuen Freischneider erleichtert. Viel Handarbeit bleibt dennoch beim Schreddern des Weidenaufwuchses.
    Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt lag beim Entfernen von Müll, Bauschutt, alten Zaunpfählen und Drahtresten aus den Schutzgebieten. Besonders das Müllsammeln auf den Eiderdammflächen wurde erneut in bewerter Form durchgeführt. Es ist leider eine alljährlich wieder anfallenden Arbeit, da die starken Winde während der Wintermonate große Mengen von Müll (vor allem Plastik) über den Teerdeich in das Gebiet tragen. Zukünftig sollten ähnliche Aktionen auch in anderen Schutzgebieten durchgeführt werden (Grüne Insel, Oldensworter Vorland). Im Dithmarscher Eidervorland liegt leider so viel Müll, dass hier zunächst die Mitarbeit des ALR gesucht werden sollte. Viel Abfall (auch Fäkalien!) fällt während der Tourismussaison am Parkplatz Aussichtsturm an. Es hat sich bewehrt, den Müll hier regelmäßig zu entfernen, da dann der (menschliche) Trieb noch mehr Müll „auf den Haufen“ zu werfen verringert wird. Leider entsorgen viele Menschen ihren Gartenabfall, Hausmüll oder auch Fernseher, verdorbene Krabben, Reste vom Renovieren u.s.w. ... in den Schutzgebieten. Vor allem die beiden Parkbuchten an der K41 in Höhe Nullgebiet und die Auffahrt zur Grünen Insel sind hiervon betroffen. Auch hier konnten wir durch regelmäßige Kontrollen und das schnelle Entfernen des Mülls die Müllmenge insgesamt vermutlich verringern.



    Bericht der Arbeitsgruppe Grünlanderhaltung



    Beteiligt: Sabine Gettner, Hannes Mathiessen
    Ziel: Die AG „Grünlandschutz“ des NABU Eidermündung setzt sich für den Schutz des (nicht nur im Hinblick auf Vögel) wertvollen Eiderstedter Grünlands ein. Generell begrüßt die Arbeitsgruppe jegliche Schutzbemühungen hierfür. Das Ziel der Arbeitsgruppe ist die fachlich- und sachliche Erarbeitung der Positionen der NABU-Gruppe Eidermündung.

    EU-Vogelschutzgebiet Eiderstedt: Im ausgehenden Jahr war das Thema Grünlandschutz auf Eiderstedt aktuell wie noch nie zuvor und bewegte die Gemüter nahezu der gesamten Region. Im Spätsommer 2003 hatte die Landesregierung angekündigt, aufgrund eines Mahnschreibens der EU 11 neue EU-Vogelschutzgebiete nach Brüssel melden zu wollen, darunter einen Großteil von Eiderstedt mit etwa 25.000 ha. Diese Ankündigung zog heftige Proteste u. a. des Bauernverbandes und einer Reihe von LandwirtInnen nach sich, die sich in der Initiative „Pro Eiderstedt“ zusammenschlossen.
     

    Das erste ¾-Jahr 2004 war geprägt von einer weitreichenden und zunehmend emotional geführten Debatte um den Vogelschutz, die von diversen Aktionen der unterschiedlichen Interessensgruppen begleitet wurde. Die Vogelschutz- und Agrar-Experten des NABU beteiligten sich daran u. a. durch Wahrnehmung zahlreicher Gesprächstermine mit der Landesregierung, „Pro Eiderstedt“ und anderen Beteiligten, durch Organisation öffentlicher Vortragsveranstaltungen und durch die Erarbeitung zweier Positionspapiere: „Eiderstedt als EU-Vogelschutzgebiet“ und „Fragen aus der Region zum EU-Vogelschutzgebiet Eiderstedt und Antworten des NABU“. Von Januar bis zur Kabinettsentscheidung über die Meldung der Gebiete Ende Juni traf sich die AG „Vogel- und Grünlandschutz“ etwa alle 14 Tage, seither unregelmäßiger.

    Wenn es auch sehr zu begrüßen ist, dass die zuvor in der Öffentlichkeit wenig wahrgenommene schleichende Verschlechterung der Grünland-Lebensräume nun in das Bewusstsein von Öffentlichkeit, Politik und Naturschutz-Verwaltung gerückt ist, ist es doch keineswegs akzeptabel, welche Züge die Diskussion phasenweise angenommen hat. Einige Vogelschutzgebiets- GegnerInnen führten eine regelrechte Anti-Naturschutz-Kampagne und schreckten dabei nicht vor persönlichen Angriffen und Verleumdung einzelner NaturschützerInnen zurück. Zahlreiche Anti-Naturschutz-Plakate auf den landwirtschaftlichen Flächen erregten Verwunderung und bisweilen Entsetzen bei vielen Feriengästen.

    Derzeit ist die vom Kabinett beschlossene Meldung etwa 20.000 ha Eiderstedts als Vogelschutzgebiet auszuweisen bis Oktober ausgesetzt, da Klagen von einigen Gemeinden gegen die Meldung anhängig sind, die durch das Vogelschutzgebiet Erschwernisse für die Inanspruchnahme von Grünland zu Bau- und Freizeitzwecken befürchten. 
    Protest
    Nicht die EU-Landwirtschafts- oder Naturschutzpolitik, nicht die Zustimmung und Ratifizierung der EU-Beschlüsse durch die Kohl-Regierung und eher nur randlich die Landesregierung mit ihrer Aufgabe der Flächenausweisung sind Problem unserer Landwirte. Wir wußten es nicht, aber die relevante Macht Europas ist der NABU. Zielrichtig wurde den Besuchern der Naturerlebnistage durch einen benachbarten Landwirt vermittelt, dass wir mehr als Spaß und Wissen über die Natur anbieten können.
    Unser Ziel  ist die Stärkung einer Grünlandwirtschaft  für einen Erhalt des Wiesenlandes Eiderstedt  und den dort lebenden, selten werdenden Arten.



    Bericht der Arbeitsgruppe Kindergruppe



    Beteiligt: Heike Weigt zusammen mit Zivis und Teilnehmerinnen am FÖJ und Mitarbeitern des NABU Naturzentrums Katinger Watt sowie der Schutzstation Wattenmeer.
    Ziel: In der Natur gibt es viel zu entdecken. Sie steckt voller Überraschungen. Wir, Zivildienstleistende, Frauen im Freiwilligen Ökologischen Jahr und MitarbeiterInnen des NABU Naturzentrums Katinger Watt und der Schutzstation Wattenmeer, haben ein Forscherteam gegründet, um mit den Kindern auf Entdeckungsreise durch die Natur vor der eigenen Haustür zu gehen. Auf Grund der großen Nachfrage entstanden statt einem gleich drei Forscherteams: Die Seesterne, Die Nordseebande und Die Naturjäger. Jeden Freitag trifft sich seit dem 12. März 2004 eine der Gruppen, um beim Wattwandern, Keschern, Basteln und vielem mehr auf gemeinsame Entdeckungsreise zu gehen.
    Wichtig:
    Empfehlenswert ist es, den Kindern immer wetterfeste, unempfindliche Kleidung anzuziehen und ihnen ein wenig Proviant mitzugeben. An heißen, sonnigen Tagen sollte darauf geachtet werden, dass die Kinder ausreichend mit Sonnenschutz versorgt sind (Hut, Sonnencreme...).


    1. Die Seesterne (6-8 Jahre)
    Die Seesterne treffen sich immer freitags, alle drei Wochen von 15-17 Uhr. Die Treffen beginnen, soweit nicht anders angekündigt, immer im Naturzentrum Katinger Watt.
    Termine für die nächsten Treffen:
    1. Oktober, 22. Oktober, 12.November, 3. Dezember

    2. Die Nordseebande (8-10 Jahre)
    Die Nordseebande trifft sich immer freitags, alle drei Wochen von 15-17.30 Uhr. Die Treffen beginnen, soweit nicht anders angekündigt, immer im Naturzentrum Katinger Watt.
    Termine für die nächsten Treffen:
    8.Oktober, 29. Oktober, 19.November, 10.Dezember

    3. Die Naturjäger (11-13 Jahre)
    Die Naturjäger treffen sich immer freitags, alle drei Wochen von 15-18 Uhr. Die Treffen beginnen, soweit nicht anders angekündigt, immer im Naturzentrum Katinger Watt.
    Termine für die nächsten Treffen:
    15. Oktober, 5.November, 26.November


    Mitmachen:
    NABU Naturzentrums Katinger Watt unter der Telefonnummer 04862-8004

      Portal