Ferdiand von Müller, der Humbold Australiens


Ferdinand von Mueller im virtuellen Tönning

Kindheit
Leben in Tönning, Ausbildung in Husum und Kiel
Müller in Australien
Mueller privat und Tod
Eine kleine Bibliographie

Der berühmteste tönninger Bürger

Die Frage ob Alexander von Humbold oder Goehte der weltweit bekannteste Deutsch ist, muß als ungeklärt betrachtet werden. In Australien ist es ist aber einer, der einen Teil seiner Jugend in Tönning verlebte, Sohn einer Tönningerin 
war, der unbezweifelt bis heute als der Humbold Australiens gilt (nach: August Petermann am 16.12.1874 an Mueller in Voigt (1996), S. 127). 

Grafik: Übernommen aus der WEB-Seite von Markose, Sara (1997): Ferdinand Mueller (1825-1896) (Department of History and Philosophy of Science, University of Melbourne, Parkville, Vic., Australia 3052) In: http://www.rbgmelb.org.au/edserv/sara.html.  

Eucalyptus regnans, mit bis über 90 m Höhe die  2. größten Bäume der Welt. Erstbeschrieben durch Mueller. Foto: Kohlus, Terra Bulga, Victoria Australia, Feb. 2001.

Ferdiand von Mueller wurde in Rostock geboren, aber was ihn berühmt machte begann in Eiderstedt, Tönning und Husum. Hier und in Eiderstedt wurde er zum Botaniker und begann seine Arbeit. Kaum ein anderer Naturforscher des 19. Jh. wird so engagiert und interessiert von Geschichtsforschern eines ganzen Kontinents retroperspektiv verfolgt Cook und sein mitreisender Botaniker Banks entdeckten für die Europäer Australien. Und doch war es Mueller, der etwa 50 Jahre später wie kein anderer Naturforscher die Besiedlung und Naturentdeckung dieses Kontinents mehr prägte.

Der spätere Baron Ferdinand von Mueller gilt als der "größte australische Naturwissenschaftler des 19. Jahrhunderts" schreibt May (1997:91). Schon der Brockhaus von 1888 (Leipzig) nannte ihn als "den wichtigsten Botaniker Australiens". Aber einen großen Teil seiner Arbeit widmetet Mueller auch der Entwicklung von Agrartechniken, der Einführung von Nutzpflanzen und der Prüfung der Verwertbarkeit einheimischer Pflanzen.


In Tönning erinnert eine kleine Holztafel an der mütterlichen Wohnung an diesen Naturforscher, auch gibt es eine kleine Ecke im Museum im Hafenspeicher für ihn. Die meisten Tönninger können aber wenig mit seinem Namen anfangen. 
Ganz anders erlebten wir es auf Recherche in Australien: nicht nur Forscher, sondern auch eine Postbeamtin, sich üblich höfflich nach unserern Reisegründen erkundigend, wußte sofort wer Mueller war. Viele unsere Vermieter und zufällige neue Bekannte wußten welcher Mueller gemeint sein mußte. So ist in Orten die Tönningern keinen Begriff sind, sogar der Ortsname Tönning als Teil seiner Biographie nicht unbekannt.

Nur ein kleines Holzschild am Wasser- und Schiffahrtsamt in Tönning erinnert an den berühmten Vorbewohner

Melbourne, Foto: Kohlus, Jan. 2001

Schon die ersten Recherchen für das Virtuelle Tönning um Ferdinand von Mueller brachten solch vielfältige und ungeahnten Ergebnisse, der Kontakt zum vom Müller geründeten National Herbar of Australia ergabe sich so freundlich, daß wir unsere Pläne umwarfen und uns zur Recherche in das heutige Melbourne, in den Staat Victoria und auch nach Tasmanien begaben.
Trotzdem waren wir nicht darauf vorbereitet, einer der populärsten und ungewöhnlichsten Persönlichkeiten der Australischen Geschichte nachzureisen. So erwuchs aus einer knappen biographischen Seite im Virtuellen Tönning diese neue umfangreiche Version, die unseren Mitbürgern, sowie die Husumer und Schleswiger und interessierte Leser mit diesem Forscher und gestalter Australiens bekannt machen soll. 

Bibliographie Wasser- und Schiffahrsamt Tönning Mueller Detailkarte 14 Tönning